Was ist und wie funktioniert Demokratie? Wodurch ist sie entstanden und welche Entwicklung hat sie genommen, bevor sie zweimal – 1918/19 und noch einmal 1945 – nach Deutschland kam?
Wozu sind politische Parteien da? Was leisten sie und was nicht? Wo und wie und warum sind sie entstanden?
So ungefähr lassen sich die Grundfragen unserer politischen Ordnung umreißen. Sie sind einfach, deshalb aber nicht leichter zu beantworten. Sebastian Haffner hat sie aufgegriffen, als Bundeskanzler Helmut Schmidt 1980 gegen den Herausforderer Franz Josef Strauß antrat, und er fand Antworten in einer Kürze und Prägnanz, die über die Jahre nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Dabei erklärt Haffner nicht nur die Grundbegriffe der Demokratie, er zeigt auch, daß Demokratie von nichts weniger lebt als von den festgeschriebenen Verhältnissen, daß sie vielmehr den Wechsel der Entscheidung und, immer wieder, die Korrektur von Urteilen verlangt und deshalb nichts nötiger braucht als den Wechselwähler – denjenigen Wähler also, »der nicht ein für alle Mal in blinder Loyalität dieselbe Partei wählt«, sondern sich bei jeder Wahl von neuem überlegt, welche in der gerade bestehenden Situation die wirklich erfolgversprechende Politik vertritt.
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